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Supermarkt an der Steinstraße in greifbarer Nähe

Seit der Schließung des Edeka-Markts an der Steinstraße herrscht in der Obernbecker Bürgerschaft Bedauern über den Verlust dieses Nahversorgers. So hatten sich verschiedene Bewohner in dieser Frage wiederholt auch an Politiker im Stadtteil gewandt. Die drei SPD-Ratsmitglieder, Günter Willig, Egon Schewe und Stevo Viduka konnten schließlich mit Hilfe des Löhner Kaufmanns, Temel Bulut, den Kontakt zum Lübbecker Großhändler, Elcin Mehdiyev, aufbauen, der hier bereits seit 20 Jahren einen mediterranen Supermarkt betreibt und über Erfahrungen im Großhandel verfügt. „Der hat damit bewiesen, dass er sein Geschäft versteht und auch in Obernbeck einen Fachmarkt in dieser Größe in den Griff bekommt. Es gab auch andere Nachfrager an dem Objekt, aber die Obernbecker Räte saßen mir ständig auf den Fersen und machten Druck. Da machte die schnelle Bereitschaft der Familie Mehdiyev den besten Eindruck.“ So begründet der „Vermittler“ Temel Bulut, der früher selbst SPD-Ratsherr in Löhne war, sein persönliches Vertrauen zu dem Lübbecker. Dieser will den Markt an der Steinstraße mit seinem Sohn Emil und seinem Bruder Rahil Guliyev sowie mit 20 Mitarbeitenden überwiegend in Teilzeit betreiben. Z. Zt. arbeiten die beauftragten Architekten an den Fragen der Beleuchtung, Einrichtung und an einer neuen Belüftung. „Der Markt wird, wie auch früher, ca. 2.000 qm Verkaufsfläche umfassen. Dass sich hier wenig ändert, erleichtert die baurechtliche Genehmigung.“, erläutert Elcin Mehdiyev seine Pläne und lobt die freundliche Atmosphäre bei der Kooperation mit dem Löhner Bauamt. Auf dem Dach wird die Energiegewinnung durch Photovoltaik geprüft. Im Inneren stehen neben dem Vollsortiment vor allem Theken mit einer Gesamtlänge von 110 Metern im Zentrum. Dort gibt es Obst und Gemüse, Milchprodukte sowie auch Fleisch, Fisch und Gewürze mit täglich frischer Anlieferung. „Schweinefleisch und Bratwurst bieten wir zwar auch, aber nur in Verpackung.“, meint Mehdiyev schmunzelnd. „Nur alkoholische Getränke sind bislang noch nicht vorgesehen, jedoch beobachten wir die Kundenwünsche.“ Wichtig sei ihm der Supermarkt auch als Platz zum Begegnen, zum Sprechen und Wohlfühlen. „Dafür muss genug Platz zwischen den Regalen bleiben, und die 2.000 qm sind uns dazu gerade recht.“ Nicht zuletzt hierfür gibt es auch wieder eine Bäckerei mit Steinofen und Café an alter Stelle im Vorkassenbereich.

Eröffnet werden soll unter dem Namen „Bravo-Supermarkt“ im Herbst 2020 sowohl für jeden Verbraucher als auch für Gastronomen als Kunden. Dazu Mehdiyev: „Ohne die Corona-bedingten Lieferverzögerungen hätten wir es vielleicht auch früher schaffen können.“ Die Obernbecker Sozialdemokraten freuen sich jedenfalls über dieses jetzt greifbare Ergebnis längerer Bemühungen.

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